Nein, das ist Orange!

Zu Beginn waren wir nicht besonders erfreut darüber ein weiteres Mal innerhalb von drei Jahren umzuziehen, doch der unwahrscheinlich große Garten, die Dusche, die Garage für unseren Anhänger und die vier unschlagbaren Räume stimmten uns verständlicherweise um.

Ein paar Tage vor dem geplanten Umzug fand sich dann eine kleine Gruppe von drei Personen mit mehr oder weniger – eher weniger – malerischem Können zusammen, um dem Ganzen einen farbliehen Schwung zu geben. Angefangen unter laufenden Debatten wer jetzt mehr Kleckse auf dem Boden verteilt wurde mit einer weißen Wand begonnen. Nach entfernen der besagten Kleckse ging es daran, die Farbe für die Küche zu wählen. Orange schien uns eine gute Wahl und wir machten uns direkt auf ans Mischen. Da man einen weißen Eimer nicht mit einer Flasche Farbe sonderlich farbintensiv bekommt, sahen wir uns gezwungen, uns etwas zu überlegen. Wir besaßen nämlich nur eine Flasche Orange. Es erschien uns allerdings plausibel es mit Gelb und Rot weiter zu versuchen, was meines Erachtens eher in ein Rosa abging. Das in der folgenden Diskussion, ob dieses Gemisch nun Rosa oder Orange ist, und ob es vertretbar ist, dies an die Wand zu pinseln keiner getötet wurde, verdanken wir wohl dem Glück oder der Anstrengung, die uns die vorherige Wand gekostet hat.

Nach Einkauf einer neuen Flasche Orange, die das ganze nur etwas besserte, war die Faulheit erneut loszugehen zu groß, also begannen wir das Streichen. Offiziell einigten wir uns auf den Farbbegriff Aprikose, allerdings beschlich Einige das drückende Gefühl die Küche gerade schweinchenrosa zu streichen. Glücklicherweise entpuppte sich dies als unbegründet, denn mit den roten Balken wirkt es schon Orange.

Zwei dieser unwahrscheinlich großen Gruppe strichen dann am nächsten Morgen wie verabredet den zweiten Raum grün – doch nein wir wollten doch kein quietschegrün oder?? Naja, der Raum war ja sowieso schon gestrichen und daran wäre nix mehr zu machen gewesen. Der dritte Raum wurde ohne kleinere Katastrophen blau und wenn man davon absieht, dass man knapp einen Farbkollaps bekommt, wenn man durch die Räume geht, ist die Malerei ganz gut ausgegangen. Der Umzug erfolgte dann mit Hilfe der Eltern und Sipplinge und nachdem wir den von der Kirche angebotenen Fernseher abgelehnt hatten, brauchten alle erst einmal nur eins: Pause!

Trotz all dem Stress ist natürlich schon eine Einweihungsfeier in Planung, bei der sich einige von euch von der Schönheit unseres neuen farbintensiven Heims überzeugen können.

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